Auf der letzten AERO-Ausstellung fiel uns wieder auf, wie sehr viele junge Leute heute größer sind als noch vor wenigen Jahrzehnten. Und wenn sich dann ein 2-Meter-Mann in ein Cockpit zur drücken versucht, sieht das eben sehr eng aus.
Was kann man tun?
Einerseits sind DG-Cockpits heute schon relativ geräumig - insbesondere beim Doppelsitzer. Und dennoch würden wir - wenn wir die Notwendigkeit einer neuen Rumpfentwicklung hätten - das Vorderteil deutlich größer bauen. Es würde - trotz geringfügig höherem Widerstand - breiter werden für die bessere Bequemlichkeit und auch länger, um eine "Knautschzone" vor den Füßen zu realisieren. Das aber ist derzeit noch Zukunftsmusik.
Allerdings lässt sich für große Piloten auch bei einer DG-800 einiges erreichen. Und so sollen die folgenden Möglichkeiten aufgezählt werden als Vorschläge.
Ein komplette Ausrüstungspaket können wir nicht daraus schnüren, denn die Anforderungen sind natürlich bei jedem Piloten anders. So ist es nicht nur wichtig, wie groß er ist sondern auch, wie lang seine Beine im Verhältnis zum Oberkörper sind - wo also sein "Zentralgelenk" lieg
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Sprechen Sie unseren Verkaufsleiter an, wenn Sie weitere Fragen haben.
Wir hatten in Bruchsal den Besuch eines "großen Piloten" - eigentlich müsste man sagen: "eines langen Menschen", denn Herr Tröster ist Wissenschaftler aber eben sehr groß gewachsen. Wir haben ihn gleich gebeten, für uns mal probe zu sitzen. Hier der Bericht von Wilhelm Dirks:
Hallo Friedel
Heute haben wir uns angeschaut, wie Herr Tröster (1,99m lang) ins DG-808 Cockpit passt.
Er passte ohne Rückenlehne aber mit dickem Sitzkissen und normalem Fallschirm (Thin Pack war keiner da) bequem hinein.
Nach seiner Meinung hat er eher lange Beine und nicht so einen langen Oberkörper. Die langen Beine waren kein Problem, die Knie standen noch nicht am Instrumentenpilz an.
Ein etwas längerer Oberkörper würde mit dem Thin Pack und dem speziellen Sitzkissen auch noch gehen.
Es wäre also gut, mit interessierten Kunden direkt eine Probe zu machen.
Wilhelm Dirks
Leiter der Entwicklung / Chief design
Inzwischen haben wir uns aus Holz und einigen Originalteilen ein Mock up gebaut, um mal festzustellen, mit welchem Aufwand man ein neues, größeres Cockpit realisieren könnte. Das bedeutete natürlich eine neue Rumpfform.
Ob wir den Aufwand betreiben werden, steht allerdings absolut noch nicht fest. Immerhin ist es vielleicht mal ganz interessant, in unsere Modellbauabteilung zu schauen.

Beachten Sie mal den Abstand von den Schuhsohlen bis zu den Pedalen.....!
Liebe Fliegerfreunde,
mit großem Interesse lese / sehe ich das Mockup des Cockpits für lange Piloten.
Ich - 1.93 m "leide" bisweilen sehr unter den engen Cockpits unserer Vereinsflugzeuge, u.a. auch eine DG 100 G, die es mir kaum ermöglichen, einmal längere Flüge in entspannter Haltung zu unternehmen - nach 2 Stunden tut spätestens alles weh.
Entweder bekomme ich ein steifes Genick wegen fehlender bzw. ungünstig platzierter Kopfstütze oder die Füße schlafen ein weil sie nur durch "verdrehen" halbwegs vernünftig in die Seitenruder passen.
Bereits vor einigen Jahren kritisierte ich dies bei einem Mitbewerber, der es nicht einmal für nötig hielt, mir zu antworten und sich statt dessen bei einem Vereinskameraden anlässlich der WM in Bayreuth über mein Anliegen beschwerte (zugegeben ich war damals sehr verärgert über meinen Obolus zum Ankauf des Standardklasse-Vereinsflugzeugs und über die zum Einsteigen erforderliche Demontage der Rückenlehne).
Bitte verfolgen Sie die ergonomische Entwicklung eines Cockpits auch für längere Menschen weiter und verfallen nicht in den 1/10 Gleitpunktbereich, indem sie Cockpits um Piloten herumquetschen.
Einen schönen Urlaub wünscht
Torsten Maaß
Dorfstraße 27
23845 Bühnsdorf